Engel-Apotheke
Apotheker Peter Dippl
Postgasse 2
82418 Murnau
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Gegen jeden Husten ist ein Kräutlein gewachsen
Gegen die verschiedenen Arten des Hustens gibt es in der Apotheke pflanzliche Arzneimittel. Die passende Heilpflanze wählt der Apotheker nach den individuellen Symptomen aus. Zu Beginn einer Erkältung ist der Husten oft trocken, es wird noch kein Schleim abgehustet. Den Hustenreiz stillen unter anderem Eibischwurzel, Spitzwegerich oder Isländisch Moos. Bleibt der trockene Husten länger als eine Woche bestehen, sollten Patienten einen Arzt aufsuchen. Aus einem trockenen Husten entwickelt sich im Lauf der Erkältung ein produktiver Husten. Das Abhusten wird zum Beispiel erleichtert durch Anis, Fenchel, Primelwurzel oder Süßholzwurzel. Thymian und Efeu wirken gleichzeitig hustenstillend und -lösend. Wird Schleim gebildet, sollten Hustenstiller nicht mehr oder nur noch abends eingenommen werden. Die Heilpflanzen werden klassisch als Tee zubereitet. Besser, weil höher dosiert, sind Extrakte, die in Form von (Lutsch-)tabletten, Sirup, Saft oder Tropfen eingenommen werden.
Die meisten Heilpflanzen sind gut verträglich und haben kaum
Nebenwirkungen. Aber es gibt Ausnahmen. Wer sich selbst behandeln
möchte, sollte sich daher immer in der Apotheke informieren. Zum
Beispiel ist das schleimlösende Eukalyptusöl für Säuglinge und
Kleinkinder nur bedingt geeignet. Im Gesicht aufgetragen, kann es
zu einem Stimmritzenkrampf führen. Erwachsene mit Erkrankungen im
Magen-Darm-Bereich oder der Galle sollten es nicht innerlich
anwenden. Auch Huflattichblätter sind nicht empfehlenswert, da sie
leberschädigende Naturstoffe enthalten können.
Quelle: ABDA